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Kultur.Forum

Geschlossenes Thema

[Geschlossen] Content muss kosten (nicht immer, aber prinzipiell)!


Verfasst am: 01. 06. 2009 [18:26]
florian
toller Hecht der viel postet...
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 265
Ja, aber wovon sollen die Kulturschaffenden denn leben?
Es kommt keine gute Fee vorbei, die ihnen irgend wie noch das Leben und Arbeiten ermöglicht! Es kommt keine gute Fee vorbei, um deine kranke Oma anzurufen (ich nehme jetzt deine, meine ist schon tot)!
Du schreibst, ich vergleiche Äpfel und Birnen. Wenn wir jetzt über Wasser reden, ist das ein guter Vergleich. "Birnen wachsen irgendwie, wir wässern lieber den Apfelbaum, Birnbäume sind irgendwie immer prima alleine klar gekommen!", und am Ende hast Du ein Klima, in dem sich jemand doof fühlt, wenn er einen Birnbaum bewässert. Tschüss Birnbaum.
Wir liegen tatsächlich nicht so weit auseinander, aber ich beharre auf der Schärfe und der Dringlichkeit des Problems (gegen die Google - Library geht gerade das ganze prominente Frankreich auf die Straße).
Um nochmal zum Journalismus zurückzukommen (und die open content - Bewegung fordert ja freie Birnen, Apfelsinen und Tomaten), und nehmen wir das hier mal als Journalismus: wir könnten hier viele Dinge nicht schreiben, weil wir nicht das Geld für einen Anwalt hätten. Wir haben demnächst eine Lesung mit einem ehemaligen TITANIC - Chefredakteur, und die TITANIC verdankt ihre gesamte Existenz, trotz der verlorenen Prozesse, guten Anwälten.
Über Werbung im Internet kann sich bisher keine einzige Zeitschrift finanzieren. Nicht eine.
 
Verfasst am: 10. 06. 2009 [19:57]
bjoern
Björn
Phrasendrescher
Dabei seit: 10.05.2009
Beiträge: 803
Noch ein Beitrag zu dieser Diskussion, der nicht direkt passt, aber dennoch interessant ist:

Die "Piratenpartei" ist derzeit ziemlich erfolgreich, sie haben in Schweden einen Europaparlaments-Sitz errungen und auch in Deutschland bei der Europawahl immerhin 0,9% erreicht!
Bei Spiegel Online findet sich gerade ein Interview mit einem Parteimitglied, in dem u.a. argumentiert wird: Die digitale Bewegung wachse, Themen wie Datenschutz und Bürgerrechte seien im Kommen.

Ein (meiner Meinung nach) sehr interessantes Zitat daraus:

SPIEGEL ONLINE: In der Öffentlichkeit sind Sie "die Partei, die Filesharing legalisieren will". Trifft das die Sache?

Popp: Das ist stark reduziert. Wir kämpfen für eine freie Privatkopie, das ist richtig. Aber wir sind keine Partei der Kostenloskultur, sondern sehen das Ganze in einem größeren Zusammenhang wie der Digitalisierung der Gesellschaft und der Bürgerrechtsfrage. Soll der Staat die Daten eines jeden Bürgers nach geschützten MP3s durchschnüffeln?

Das komplette Interview findet ihr unter
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,629533,00.html

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit."
(Karl Valentin)
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [12:12]
latschlawatsch
Marcel
toller Hecht der viel postet...
Dabei seit: 01.04.2009
Beiträge: 217
Ich muss jetzt doch mal was dazu los werden.

Ich bin dafür, dass Menschen für Arbeit entlohnt werden!

ABER
zu "open source" / "open content":
die stehen nicht für die Abschaffung von geistigem Eigentum. Es geht um Allgemeingut - also Wissen. Und eine Gesellschaft, die weiter kommen will, sollte in der Forschung auch WEITER forschen und nicht wieder von vorne anfangen müssen.

Zu den Informatikern:
Das sind im UrhG die am wenigsten geschützte Gruppe schaffender Menschen! Es gibt kein Software Patent, sonst gäbe es den "zurück" Button nur bei IBM Betriebssystemen.

Zu dem Problem der "brotlosen Kunst":
Ich wage mal eine These - nehmt alle Subventionen für Kultur und steckt sie in die Bildung. Das macht jegliche Kulturgelder langfristig überflüssig.
Ein Milchbauer sollte auch einfach mal darüber nachdenken Raps für Bio-Diesel anzubauen, wenn keiner mehr Milch will. Leider entwickelt sich die Welt weiter und dann muss man evtl. auch einfach mal mitgehen. Das ist jetzt sehr marktwirtschaftlich und ich denke auch, dass die Kultur Schutz bedarf und auch schützenswert ist. Aber wie Nadine schon sagte - Hochkulturen kommen und gehen. Wenn das jeder wissen würde, dann könnte man das verhindern. Leider lernen nicht alle aus Fehlern der Vergangenheit - siehe 01.05 - KL.

Zu dem freien Content künstlerischer Art:
Mir kann keiner erzählen, dass das Internet die Musik, Film und Buchbranche kaputt gemacht hat. Genauso wenig wie Opel vor der Finanzkrise ein Musterunternehmen mit bestem Image und Rekordumsatz war, oder Amokläufer vor dem Spielen von Ego-Shootern immer Schwiegermutters Liebling waren.
So funktionieren wir halt - da ist ein Problem, dazu ein Teilaspekt der Ursache und schon ist der schuldige gefunden. Arme Menschheit.
Die "Kultur-Industrie" hat einfach Neuerungen verschlafen (einfach mitgehen - siehe oben) und nur weil alle Angst vor Veränderungen haben, ist nicht automatisch alles neue schlecht. Ausserdem wurde einfach zu viel mangelnde Qualität ausgeschlachtet und das rächt sich irgendwann. Wenn ein Unternehmen scheiß Produkte herstellt, dann darf es sich nicht wundern, wenn der Umsatz einbricht.

Zu Wikipedia u.ä.:
Das ist wie mit jeder Quelle, wer sich auf eine verlässt ist selbst dran Schuld (Bildung?!). Aber ich sehe solche Projekte als "Bürgerinitiative der Neuzeit" um Wissen einfach für alle zugänglich zu machen, die die 3000? für die Brockhaus Enzyklopädie nicht in der Tasche haben.
Und wenn jetzt einer sagt, was ist denn mit den armen Redakteuren von Brockhaus, die verdienen doch dann sicher weniger als früher, dann möchte ich ihn auf so arme Leute wie den Korbmacher, Schriftsetzer, Schrankenwärter, Köhler, Schuhmacher, etc. verweisen.

So - und dafür hätte ich jetzt gerne 10?
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [12:44]
florian
toller Hecht der viel postet...
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 265
Der Korbmacher ist schon am Boden, und jetzt werden auch noch alle platt gemacht, die ihn auf dumme Gedanken bringen oder sich für ihn einsetzen könnten.
Microsoft, Piratebay und Google ignorieren alle Gesetze, die uns vor Unternehmen wie ihnen schützen sollen. Du weißt, wie häufig Du Lizenzbestimmungen zustimmen musst, bevor dein teurer Rechner dir die Uhrzeit sagt, und Bill Gates ignoriert lustig weiter seine 100- Millionenstrafen (gut, Du bist Apple, Steve Jobbs ist der zwanghafte Schreibtischdiktator mit lustigem Hut, Riesenunterschied).

Mist, macht so hektisch keinen Sinn, schreib später weiter.
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [13:07]
latschlawatsch
Marcel
toller Hecht der viel postet...
Dabei seit: 01.04.2009
Beiträge: 217
Ja klar - jeder unterschreibt Lizenzbedingungen, aber where is the point?
Warum regt sich jeder über MIcrosoft, Google und Co auf. Ich bin da liberal - wie auch beim Rauchverbot - es zwingt dich keiner zu rauchen, es zwingt dich keiner in eine Raucherkneipe zu gehen - es zwingt dich niemand google zu benutzen. Tus nicht und sie haben keine Daten von dir!

Und was zum Teufel hast du denn gegen Apple? Die zwingen dich zu nix und enthalten dir nix vor. Wenns jmd. stört, der möge sich bitte damit beschäftigen und Linux (OPEN SOURCE! - tolle Sache, oder nicht?) benutzen.

Die genannten Unternehmen sind nicht die ersten, die einen versuchen über den Tisch zu ziehen - da sag ich nur "Schalt dein Hirn ein"!

Kommt das nur mir so vor, oder sind wir da schon wieder bei der Bildung?

Aber mir ist noch nicht klar, was Software-Lizenzen mit freiem content zu tun hat.
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [14:13]
florian
toller Hecht der viel postet...
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 265
Es gab zu keinem früheren Zeitpunkt auch nur annähernd so reiche und mächtige Menschen wie jetzt. Zwei davon sind Bill Gates und Steve Jobbs.
Aber wir haben ja noch die Ideen der Aufklärung und ihre konkreten Errungenschaften, die uns theoretisch davor bewahren, dass jemand morgen die Alpen sprengt, das tote Meer trockenlegt oder Portugal ausrottet, was zum ersten Mal in der Geschichte relativ (!) einfach möglich wäre.
Diese Aufklärung ist durch das Urheberrecht möglich geworden. Davor gab es geistiges Leben nur als geduldete Sahnesoße in Fürstentümern (grob vereinfacht).

Weißt Du, warum die Londoner Arbeitshäuser für Kinder abgeschafft worden sind? Wegen OLIVER TWIST. Wenn es Charles Dickens` Frühwerk als kostenlosen Download gegeben hätte, wäre er nicht in der Position gewesen, sie zu beschreiben. Und wenn es nicht die Idee von einer freien Literatur gegeben hätte, die keiner Zielgruppe schmeichelt, die einen Eigenwert hat und die Vorstellung von Kicks und Unterhaltung (Dickens war damals quasi Rosamunde Pilcher) nicht zynisch auslegt, wären diese harten Passagen aus dem behaglichen Schmöker trotz seines standings rausgestrichen worden.
Es hätte die 60er in der heutigen Form nicht gegeben, wenn die BEATLES keine Platten verkauft hätten. Und wenn niemand das Gefühl gehabt hätte, dass hier etwas Neues und Tolles mit eigener Wertigkeit passiert.
Das mal sehr schnell und mit vielen nötigen Auslassungen ins Blaue.

Den Informatikern geht es übrigens wirklich gut. Nicht allen, und natürlich klafft auch hier die gleiche Schere wie überall, aber demnächst poste ich hier mal ein paar Zahlen. Anderen geht es schlechter. Und Künstlern waren sowieso im Schnitt immer knapp überm Minimum.






D
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [15:25]
latschlawatsch
Marcel
toller Hecht der viel postet...
Dabei seit: 01.04.2009
Beiträge: 217
Und genau da liegt der Knackpunkt - die Beatles.
Wenn große Plattenfirmen nicht nur Schund verwurstet hätten (und es noch heute tun - siehe DSDS etc.) würden auch mehr Leute Platten kaufen.
Hätten sie einfach früher angefangen MP3s zu verkaufen (bevor jeder depp wusste wie man umsonst ran kommt), hätten sie wohl auch mehr davon verkauft.
Würde man sowas als Chance und nicht als Todfeind sehen, würde man seinen Bekanntheitsgrad aufgrund der Qualität durch den freien content deutlich schneller steigern.

Ich sag mal so - früher gabs den Adel, der sich Hofkünstler "gehalten" hat - denen gings schon immer scheiße. Kultur bedarf leider Förderer - sonst musste aufn Betze gehen - aber selbst Brot und Spiele ist ein Bezuschussungsgeschäft.

Die Beatles haben schon damals am Existenzminimum angefangen und gegen Ende mehr verdient als es Ihnen gut tat. Genauso ist es heute auch, nur sehen sich wahrscheinlich mehr Leute als Künstler als es damals der Fall war. Irgendwann ist der Markt voll - ja - Marktwirtschaft - wir leben nun mal in so einem System. Wems nicht passt möge zuerst das ändern.

Im übrigen hat schon damals mein Vater Beatles Songs mit nem Tape-Deck ausm Radio aufgenommen. Davon sind sie zum Glück auch nicht gestorben.

Und zum Thema Aufklärung durch Kultur - klar ist das so - aber gibt es heute noch sowas - versucht damit ernsthaft jmd Geld zu verdienen? Gibt es nicht auch heute Nischen-Künstler die gutes Geld verdienen? Ist die pseudo-Individualität nicht schon so weit, dass sowas wie die Beatles heute gar keine Chance hätten Mainstream zu werden?

Warum hätte Dickens kein freies Werk geschrieben? Hatte er schon bevor er anfing die Garantie Geld damit zu verdienen? Ich glaube nicht. Bringt es nicht viel mehr - gerade bei Revolutionärem Gedankengut, wenn es jeden erreicht, auch wenn er sich den Wert des Werkes eigentlich nicht leisten kann?
Verwechsle nicht Wert mit Preis!
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [15:34]
mathias
musahl
toller Hecht der viel postet...
Dabei seit: 17.08.2008
Beiträge: 304
Wenn ich das aber richtig lese ist doch das Problem im Moment nicht mehr, dass Content kosten soll (wofür sich Apple übrigens mit Ideen wie dem AppleStore und geschlossenen DRM Systemen stark macht), sondern das Problem ist, dass es den Kapitalismus gibt der es Menschen erst ermöglicht so reich und mächtig zu werden.

Rechner sind in der heutigen Zeit einfach nicht wegzudenken. Wer Kapitalismus geil findet kauft sich nen Windows PC und pickt sich die Rosinen aus der imensen Fülle an Software und Hardware raus die er braucht. Wer den Ideologischen weg gehen will wird wohl kurz über lang Linuxnutzer, denn die helfen sich alle Gegenseitig und wollen nicht, dass sich Monopole wie Microsoft/etc. ausbilden. Hier und da ne Spende für ein schönes Produkt. Und das System funktioniert ganz gut da es Innovationen fördert.
Apple steht irgendwo in der Mitte. Ihr Betriebssystem ist offen verfügbar, eine Linuxdistribution für die einem jeden der Interesse hat sogar auf ihrer Webseite die nötigen Tools zur Verfügung stehen das komplette System und alle zugehörigen Routinen umzuprogrammieren oder für eigene Zwecke zu nutzen.
Das läuft auch ganz gut, ist aber recht teuer. Dafür fallen einem aber auch viele Probleme weg mit denen man bei den anderen beiden Varianten zu kämpfen hat.

Steve Jobbs schafft es nicht einmal unter die Top 25 der reichsten Menschen der Welt nebenbei erwähnt. Da stehen vorher noch Aldi, IKEA, Walmart, usw...

Das es aber eine so große Schere zwischen Reichen und Armen gibt daran ist nichts der oben genannten Probleme schuld. Schuld allein ist der böse Kapitalismus, der nunmal so funktioniert.

Die Programmierer verdienen heute kaum noch das was in den 90ern gang und gebe war. Treten sie doch mit jedem Stück getippten Code die Nutzungsrechte daran direkt an ihren Arbeitgeber ab. Die einzigen die ihr geistiges Eigentum sinnvoll einsetzen sind die die Selbstständig sind, bzw. in guten OpenSource Projekten mitarbeiten die irgendwann einmal ernstzunehmende Konkurrenz werden könnten.

Künstlern geht es schlecht, keine Frage, aber Informatikern geht es bald auch nicht mehr besser.

Ach ich verlier mich ja selbst schon in dem was ich schreiben will...

Ich bin einfach der Meinung, eure Probleme liegen im Moment nicht mehr in der Region dessen was in den ersten drei Beiträgen angedacht wurde.

Und wer schiebt eigentlich den Schuhmacher/Schneider/Tischler auf die Straße? Bestimmt nicht der freie Content, denn niemand setzt sich zu hause hin und strickt/näht nach Wikipedia Mustern selbst sein Zeug, IKEA/H&M usw. liefern es einfach bequem frei haus. Der gemeine Elektriker der in den 90ern noch angesagt war wurde von MediaMarkt/Saturn usw. abgeschafft und arbeitet jetzt mit Glück in deren CD Abteilung um dort dann den Menschen schlechte Verstärker mit Ambience/Trance/usw. CDs mangelhafte Ware als Top-Produkt anzudrehen. Leute vom Fach braucht man nicht mehr, sind die neuerern Produkte meist günstiger als eine Reparatur (Siehe Toner/Patrone eines Druckers)

Nur durch Open Content kann ich übrigens so arbeiten wie ich es momentan tue, nur durch Open Content mache ich mir zweimal Gedanken darüber, ob meine Quellen denn wirklich zuverlässig sind. Sollen sich nur noch reiche Menschen es leisten können sich zu bilden? Bestimmt nicht.

Bei meinem Einkommen wäre ich als Student gezwungen die meisten meiner -fürs Studium benötigten- Software per Raubkopie zu beziehen. Muss ich zum Glück nicht, denn es gibt OpenOffice/Firefox/Thunderbird/Ubuntu und was weiß ich was nicht alles.
Das kostet nichts, ausser einer Spende um das Gewissen zu beruhigen, oder vielleicht aktiv daran mitzuarbeiten wenn man es kann. Und das kann sogar der normale Germanist, denn die Software muss auch richtig übersetzt werden. Wer sein Gewissen beruhigen will übersetzt halt einfach die Software in seine Landessprache und hat damit schon weitergeholfen. Das ist das Prinzip des gegenseitigen Handreichens und helfen, ohne gleich an Kohle zu denken. Und auch das funktioniert.

Wem die Welt um Bill Gates nicht gefällt der soll bitte nicht an ihr teilhaben!

Ich weiß nicht ob es noch aktuell ist, aber:
Essen direkt vom Produzenten
Ubuntu - erst lesen, dann meckern

Ich downloade meine CDs seit neustem im AppleStore, nutze keine einzige Raubkopie und unterstütze eine OpenSource Gemeinde mit meinem erarbeiteten Programmen. Das macht mich glücklich, leben kann ich davon nicht, muss ich auch nicht, immerhin spar ich mir die kosten die ich sonst hätte.

Leben von Kunst und Kultur ist so gut wie unmöglich, das ist schade, aber nicht erst seit 5 Jahren so. Glücklicherweise werden wir heutzutage für unsere Veröffentlichungen nicht mehr umgebracht, das ist schon mal ein riesen Fortschritt.

Was die Sachlage angeht die Marcel anspricht stimme ich ihm vollkommen zu, die Musik/Kunstindustrie hat versäumt sich im Gewühl der freien Marktwirtschaft richtig zu platzieren. Wann waren die ersten Prozesse gegen Napster? Da hätte man merken müssen, dass man SOFORT eine brauchbare kostenpflichtige Alternative zur Verfügung stellen muss die attraktiv ist. Was Deutschland und Musik angeht: Die GEMA ist seit Jahren nicht in der Lage Systeme wie last.fm zu adaptieren und damit ihre Abrechnungen fairer zu gestalten. Wäre es doch beispielsweise seit Jahren schon möglich jedem bei der GEMA gemeldeten Club/Veranstalter ein Gerät zur verfügung zu stellen was tagt welche Musik wirklich gespielt wurde! Traurig, traurig. So lange man an diesen Stellen nicht arbeitet ist es fast schon unverschämt so viel Geld für eine Veranstaltung hinlegen zu müssen. Ich wäre gerne bereit für einen Abend mit Tocotronic/kettcar/tomte/olli Schulz und wie sie nicht all heißen meine GEMA Gebühren zu zahlen, aber nur wenn sie auch bitte an sie weitergegeben werden und nicht an die top 10 die nur voll ist mir gecastetem Scheiß.

Das Problem über welches ihr euch aufregt liegt meiner Meinung nach in ganz anderen Regionen, aber diskutiert ruhig weiter, ich lese gerne mit...

Wir saßen da und redeten, und die Sonne versank
Und wir kamen zu dem Schluss, den ich schon damals so klasse fand
 
Was hätten wir denn tun sollen?
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [15:36]
mathias
musahl
toller Hecht der viel postet...
Dabei seit: 17.08.2008
Beiträge: 304
Toll jetzt hab ich so lange geschrieben und Marcel kam mir zuvor... Dankeschön!

PS:
Die fiese Marktwirtschaft -> genau meine Rede!

Wir saßen da und redeten, und die Sonne versank
Und wir kamen zu dem Schluss, den ich schon damals so klasse fand
 
Was hätten wir denn tun sollen?
 
Verfasst am: 12. 06. 2009 [15:47]
florian
toller Hecht der viel postet...
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2009
Beiträge: 265
Was für ein dummer Zufall, dass Ihr gerade jetzt die großen Fässer aufmacht, wenn ich keine Zeit habe, zu antworten.
Habe ich auch nicht, außer: Naiv stellen nützt doch nichts!
 
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